DOOM

Kann ein Spiel wie DOOM überhaupt auf einer Konsole wie der Nintendo Switch funktionieren? Wir finden schon!

Eines vorweg: Wenn ein AAA-Titel wie DOOM auf Nintendos Hybrid-Konsole portiert wird, muss man mit gewissen Einschränkungen rechnen – dazu zählt, dass die Auflösung auf 960×540 reduziert werden musste und die Bildrate überwiegend bei 30 Frames per Second liegt. Ersteres führt dazu, dass das dargestellte Bild verwaschen und leicht unscharf ist – das kann besonders komisch wirken, wenn man bereits eine der leistungsstärkeren Versionen für PlayStation 4, Xbox One oder Windows gespielt hat.

Nichtsdestotrotz ist es erstaunlich, was die Entwickler von Panic Button aus der Hybrid-Konsole rausgeholt haben und wer sich erstmal an die Limitierungen der Version gewöhnt hat, kann sehr viel Spaß mit dem Spiel haben.

Willkommen in der Hölle!

Der Fokus des Titels liegt auf dem Singleplayer, wer jetzt aber eine tiefgründige Handlung erwartet, wird enttäuscht, denn bei DOOM geht es um schnelle Action und das Niedermetzeln unzähliger Gegner mit einer der zahlreichen Waffen, die im Spiel aufgesammelt und verbessert werden können. Das schnelle Gameplay profitiert davon, dass Waffen nicht nachgeladen werden müssen und Nahkampfangriffe – Glory Kills – sehr gut inszeniert sind.

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Während sich DOOM mit dem Pro Controller wunderbar spielen lässt, kann das Zielen mit den Joy-Cons im Handheld-Modus oder in einem Grip schwierig werden und in hohen Schwierigkeitsgraden zu Frust führen – an der Stelle hätten wir uns sehr über eine Gyro-Steuerung wie in Splatoon 2 gefreut.

Wer nach der Haupthandlung noch nicht genug von Dämonen hat, kann im Arcade Modus auf Highscore-Jagd gehen und die atmosphärischen Level erneut erleben und sich dabei komplett aufs Töten fokussieren. DOOM lässt sich auch online spielen – der Multiplayer muss zuvor aber erst heruntergeladen werden und nimmt zusätzliche 8GB Speicherplatz in Anspruch.

Fazit:

Wer das Spiel ausschließlich am großen TV spielen will und neben der Nintendo Switch noch ein anderes aktuelles System besitzt, sollte sich DOOM eher für PlayStation 4, Xbox One und Windows zulegen – diese Versionen sind technisch besser und außerdem deutlich günstiger zu haben. Obwohl wir für längere Sessions zu einem Pro Controller raten würden, können wir das Spiel mit seiner tollen Atmosphäre und guter Musik allen Handheld-Fans nur ans Herz legen, zumal es derzeit keinen anderen namhaften Ego-Shooter für unterwegs gibt.

Obwohl DOOM nicht perfekt ist, macht das Spiel auf eine eindrucksvolle Art und Weise deutlich, was auf Nintendo Switch mit dem richtigen Team möglich sein kann und deshalb sollte man großen Respekt vor Bethesda und Panic Button haben.


8/10


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Wir bedanken uns bei Bethesda für die Bereitstellung des Testmusters!
Über Nico 2260 Artikel
Nico ist der Gründer der Seite und bereits seit seiner Kindheit ein großer Fan von Videospielen. Zu seinen Lieblingsspielen gehören unter anderem Kid Icarus: Uprising, The Legend of Zelda: A Link Between Worlds, The Last of Us und Final Fantasy X.

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